Herbstgeschäft 2017

Am Haken - alles im Lot

Extreme logistische Herausforderungen
für alle Transportdienstleister

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher wissen, stehen alle Unternehmen, die auf eine funktionierende Logistik angewiesen sind, derzeit vor extremen Herausforderungen.

Das in der Branche bekannte Transportmarktbarometer zeigt seit Wochen, dass für ca. 80 Ladungen weniger als 20 freie LKW zur Verfügung stehen. Über einen solch langen Zeitraum hinweg ist dies ein historischer Höchstwert.

Die Gründe für diese außergewöhnliche Entwicklung liegen nicht nur in einem andauernden Wachstum der deutschen Wirtschaft, welches sich auch im 3. und 4 Quartal fortgesetzt hat.

Hier sind einige weitere Faktoren, die massiv das Marktgeschehen beeinflussen:

  • Alleine 2016 sind ca. 150.000 Fahrer aus dem Berufsleben ausgeschieden. Trotz zahlreicher Maßnahmen konnten diese nicht einmal zu einem Drittel ersetzt werden. Versuche, diesen Personalmangel durch osteuropäische Fahrer bzw. Unternehmer auszugleichen, sind jedoch vor allem in Feiertagswochen und durch die seit Mai striktere Fahrpersonalgesetzgebung nur begrenzt wirksam.
  • Eine wesentliche Rolle spielt auch die Kombination aus maroder Infrastruktur und einer Stauentwicklung, die allein im Vergleichszeitraum 2015 zu 2016 um 22 % zugenommen hat. Ein Beispiel hierfür ist die langwierige Sperrung der A1-Brücke bei Leverkusen für Lkw, die täglich den gesamten Verkehr dieser Region massiv negativ betrifft, ein weiteres die partielle Sperrung der abgesackten A20.
  • Zahlreiche Empfänger haben zur Optimierung ihres Wareneingangs auf Zeitfensterbuchungssysteme umgestellt. Dies führt zu immer komplexeren und aus Sicht von Transportunternehmen teils sehr ineffizienten Abläufen, da die zu buchenden Zeiten und die damit oft verbundenen Standzeiten sehr häufig den Transportablauf behindern.

Dies führt zu immer komplexeren und aus Sicht von Transportunternehmen teils sehr ineffizienten Abläufen, da die zu buchenden Zeiten und die damit oft verbundenen Standzeiten sehr häufig den Transportablauf behindern.

Das sind nur einige Effekte, die jedoch in Summe zurzeit dazu führen, dass sich hauptsächlich der nationale Frachtmarkt in einem Umbruch befindet, dem alle am Transport Beteiligten nur gemeinsam erfolgreich begegnen können.

Wie bei vielen Veränderungen geht es nicht darum, eine oder zwei Strategien zur langfristigen Lösung zu erarbeiten. Vielmehr gilt es, gleichzeitig an vielen Punkten zu arbeiten, um Qualität und Kosten in ein sinnvolles Verhältnis zu bringen.

So könnte es helfen, wenn Sie Ihren eigenen Vertrieb für die Situation sensibilisierten und dieser mit dem Einkauf Ihrer Kunden spräche, um Lieferzyklen neu zu definieren. Damit wäre es möglich, gerade bei größeren Partien den absoluten Just-in-time-Termindruck zu senken und Sendungsstrukturen auch aus logistischer Sicht zu optimieren.

Auch würde es helfen, Spitzen zum Monatsende oder am Freitag, wenn höheren Mengen oft kurze Abhol- und Anlieferzeitfenster gegenüberstehen, kritisch zu hinterfragen bzw. zu vermeiden, da diese überproportionale Kosten verursachen.

Die Partner der CargoLine haben sich schon frühzeitig auf die nun deutlich hervorgetretenen Probleme vorbereitet. Die permanente Sicherung der Qualität für unsere Kunden und die Kunden unserer Kunden stehen bei diesen Gesprächen und allen eingeleiteten und noch aktuell umzusetzenden Maßnahmen immer im Mittelpunkt.

Dennoch können wir es nicht alleine schaffen. Daher möchten wir Sie in die Problemlösung mit einbeziehen: Nur in einem partnerschaftlichen Dialog und durch abgestimmte Maßnahmen können wir die in Teilen sicherlich unbefriedigende Situation meistern.

Wir würden uns freuen, wenn Sie in dieser schwierigen Situation gemeinsam mit uns an einem Strang zögen.

Mit freundlichen Grüßen

das #LogistikTeam der
BHS Spedition und Logistik GmbH
vertreten durch
Burkhard Frese, Stefan Seils, Andreas Wenzel, Torsten Dahl